Nervenschmerzen verstehen und behandeln
Brennen, Kribbeln, einschießende Schmerzen: Was hinter neuropathischen Schmerzen steckt, wo sie auftreten und welche Behandlungswege es gibt.

Was sind Nervenschmerzen?
Nervenschmerzen sind Schmerzen, die durch eine Schädigung oder Erkrankung des somatosensorischen Nervensystems entstehen. Dabei können sowohl Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark als auch Nerven im zentralen Nervensystem betroffen sein. Medizinisch werden Nervenschmerzen als „neuropathische Schmerzen“ bezeichnet.1
Was sind Symptome von Nervenschmerzen?
Typische Symptome von Nervenschmerzen sind brennende, stechende, einschießende oder elektrisierende Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühle. Die Schmerzen können durch harmlose Reize ausgelöst werden. Dazu zählen beispielsweise leichte Berührungen, Kleidung oder Wärme.2 Typisch sind je nach Ursache auch ein verändertes Empfinden von Wärme, Kälte oder Druck; zusätzlich können Muskelschwäche und ein unsicherer Gang auftreten. Neuropathische Schmerzen können sich sowohl als anhaltende Schmerzen als auch in Form von einschießenden Schmerzattacken äußern.3
- Brennen
- Stechen
- Einschießen
- Elektrisieren
- Kribbeln
- Taubheit
Wo treten Nervenschmerzen häufig auf?
Je nachdem, welcher Nerv betroffen ist, können Nervenschmerzen an unterschiedlichen Körperstellen auftreten. Sie können auf einen bestimmten Bereich begrenzt sein. Oder sie strahlen entlang des Verlaufs eines Nervs aus. Häufig betroffen sind die Extremitäten, wobei insbesondere die Füße, die Unterschenkel, die Hände und die Unterarme betroffen sind. Je nach Ursache können die Beschwerden auch im Rücken, im Gesäß und im Gesicht auftreten.4
Welche Formen von Nervenschmerzen sind besonders häufig?
Füße · Beine · Hände
Polyneuropathie
Betrifft häufig zunächst die Füße und Unterschenkel; im weiteren Verlauf können auch die Hände und Unterarme betroffen sein. Die Beschwerden treten oft beidseitig auf.5
Rücken · Bein
Ischialgie
Umgangssprachlich Ischias: Schmerzen, die über ein Bein bis in den Fuß ausstrahlen. Beginnen sie im unteren Rücken oder Gesäß, spricht man häufig von Lumboischialgie.6
Gesicht
Trigeminusneuralgie
Medizinischer Fachbegriff für anfallsartige Nervenschmerzen im Gesicht, umgangssprachlich auch Gesichtsnervenschmerz.7
Welche Ursachen können Nervenschmerzen haben?
Mögliche Ursachen für Nervenschmerzen sind:8
- Verletzungen und Schädigungen der Nerven
- Entzündungen von Nerven
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
- Infektionen wie Gürtelrose
- Druck oder Reizung von Nerven bzw. Nervenwurzeln, z. B. durch einen Bandscheibenvorfall
- Erkrankungen des Gehirns oder des Rückenmarks
Die häufigsten Krankheitsbilder im Detail
Was genau ist eine Polyneuropathie?
Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven gleichzeitig beeinträchtigt. Periphere Nerven liegen außerhalb von Gehirn und Rückenmark und verbinden das zentrale Nervensystem mit dem Körper. Sie leiten Informationen über Berührung, Temperatur und Schmerzen weiter und steuern unter anderem die Muskeln. Sind diese Nerven geschädigt, können Reize nur eingeschränkt weitergeleitet werden. Dadurch können in Füßen, Unterschenkeln, Händen und Unterarmen unter anderem Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle und Schmerzen entstehen.9 Bei einer sogenannten „längenabhängigen Polyneuropathie“ beginnen die Beschwerden typischerweise an den vom Rumpf am weitesten entfernten Körperstellen, meist an den Füßen, und breiten sich dann aus.10
Was genau ist eine Ischialgie?
Eine Ischialgie, umgangssprachlich auch Ischias genannt, bezeichnet Schmerzen, die vom Gesäß in ein Bein ausstrahlen. Hierbei sind entweder der Ischiasnerv selbst gereizt oder die Nervenwurzeln, aus denen der Ischiasnerv hervorgeht. Schmerzen können v.a. durch Bandscheibenvorwölbungen oder -vorfälle, degenerative Veränderungen der Wirbelgelenke oder Druck auf den Ischiasnerv verursacht werden. Dieser verläuft vom Gesäß bis zum Fuß und versorgt große Teile des Beins. Bei einer Ischialgie können auch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche auftreten.11
Was genau ist eine Trigeminusneuralgie?
Bei einer Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine Erkrankung des Trigeminusnervs, des fünften Hirnnervs. Sie verursacht meist plötzlich einschießende, sehr starke und häufig als elektrisierend oder stechend empfundene Gesichtsschmerzen, vor allem im Wangen- und Kieferbereich. Die Schmerzattacken können bereits durch leichte Reize ausgelöst werden, beispielsweise durch Berührungen im Gesicht. Häufig entsteht die Reizung, weil ein benachbartes Blutgefäß auf den Nerv drückt; es kommen aber auch andere Ursachen infrage.12
Was genau ist Fibromyalgie?
Bei Fibromyalgie, einer chronischen Schmerzerkrankung, treten Schmerzen in verschiedenen Körperregionen auf. Unter anderem können Muskeln, Gelenke und die Haut betroffen sein. Häufig kommen Müdigkeit, Schlafstörungen sowie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme hinzu. Die Beschwerden werden u.a. mit einer veränderten Schmerzverarbeitung im Nervensystem in Verbindung gebracht. Fibromyalgie ist jedoch nicht mit einer klassischen Entzündung der Muskeln oder Gelenke gleichzusetzen.13
Wie können Nervenschmerzen behandelt werden?
Ärztliche Abklärung von Symptomen und Ursache
Eine Behandlung von Nervenschmerzen sollte individuell auf die Ursache, die Art und die Stärke der Beschwerden abgestimmt werden. Zunächst empfiehlt es sich, ärztlich abklären zu lassen, ob tatsächlich eine Nervenschädigung vorliegt und welche Erkrankung die Beschwerden auslöst.14 Mögliche Ursachen sind beispielsweise Verletzungen der Nerven, eine gereizte Nervenwurzel infolge eines Bandscheibenvorfalls, Entzündungen, aber auch Diabetes und Vitaminmangel.15 Besonders wichtig ist eine genaue Diagnose, um die Behandlung gezielt durchführen zu können. Und um eine Verschlimmerung der Nervenschädigung möglichst zu verhindern.14
Welche Medikamente werden angewandt?
Zur Behandlung neuropathischer Schmerzen werden häufig Medikamente eingesetzt, welche die Weiterleitung von Schmerzsignalen im Nervensystem beeinflussen. Dazu gehören Antidepressiva wie Amitriptylin und Duloxetin. Auch wenn diese ursprünglich zur Behandlung von Depressionen entwickelt wurden, können sie auch die Weiterleitung von Schmerzsignalen beeinflussen. Zudem kommen häufig Antikonvulsiva wie Gabapentin oder Pregabalin zur Anwendung, die für die Behandlung epileptischer Anfälle entwickelt wurden. Letztere können die übermäßige Erregbarkeit von Nervenzellen dämpfen.16 Wenn ein Arzneimittel außerhalb der zugelassenen Indikation eingesetzt wird, spricht man oft von „Off-Label-Use“.17
Lokal wirksame Mittel
Bei örtlich begrenzten Beschwerden kommen häufig lokal wirksame Präparate infrage. Sie eignen sich vor allem bei umschriebenen, peripheren Nervenschmerzen. Dazu gehören beispielsweise Lidocain- oder Capsaicin-Pflaster.18 Lidocain ist ein örtliches Betäubungsmittel, welches die Weiterleitung von Schmerzsignalen in den betroffenen Nervenfasern hemmt.19 Capsaicin beeinflusst bestimmte Schmerzrezeptoren in der Haut und kann dadurch die Übererregbarkeit der betroffenen Nervenfasern vorübergehend verringern. Zu Beginn der Anwendung kann Capsaicin ein vorübergehendes Brennen verursachen.20
Physikalische und ergänzende Therapien
Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können Bewegung und Physiotherapie dabei helfen, Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination zu erhalten oder zu verbessern. Je nach Beschwerden können auch Ergotherapie, Wärme- oder Kälteanwendungen sowie individuell angeleitete Übungen sinnvoll sein.21 Bei länger anhaltenden oder besonders belastenden Beschwerden kann eine multimodale Schmerztherapie infrage kommen. Dabei werden diverse Behandlungsansätze miteinander kombiniert. Beispielsweise Medikamente, Physiotherapie, Bewegungstherapie und psychotherapeutische Verfahren. Das Ziel besteht darin, die Schmerzen zu lindern, den Umgang mit den Beschwerden zu verbessern und die Lebensqualität im Alltag zu erhalten bzw. zu verbessern.22
Behandlung der zugrundeliegenden Ursache(n)
Wenn möglich, sollte stets die Ursache der Nervenschmerzen behandelt werden. Bei einer diabetischen Neuropathie ist beispielsweise eine gute Einstellung des Blutzuckers wichtig. Bei Vitaminmangel kann eine gezielte Ergänzung erforderlich sein. Wird ein Nerv durch einen Bandscheibenvorfall oder eine andere Einengung gereizt, richtet sich die Behandlung nach dem Ausmaß der Beschwerden und der Nervenschädigung. Auch andere Auslöser wie bestimmte Medikamente, Alkoholmissbrauch, Infektionen oder entzündliche Erkrankungen können eine gezielte Behandlung erforderlich machen.23 Die Therapie der Ursache kann dazu beitragen, ein Fortschreiten der Nervenschädigung zu verhindern. Bereits entstandene Nervenschäden lassen sich jedoch nicht immer vollständig rückgängig machen.24
Sind operative Maßnahmen sinnvoll?
Eine Operation ist bei Nervenschmerzen nicht grundsätzlich erforderlich, sie kann jedoch infrage kommen. Besonders, wenn ein Nerv dauerhaft oder stark eingeengt wird und konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen. Ein Beispiel hierfür ist ein Bandscheibenvorfall.25 Bei ausgeprägten Lähmungserscheinungen oder Störungen der Blasen- oder Darmfunktion ist eine rasche ärztliche Abklärung notwendig. In solchen Fällen kann ein operativer Eingriff erforderlich sein, um den betroffenen Nerv zu entlasten und bleibende Schäden zu vermeiden.26
Zusammenfassung
Die Behandlung von Nervenschmerzen richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Sie kann eine Kombination aus ärztlicher Ursachenbehandlung, speziellen Medikamenten, lokal wirkenden Präparaten, Bewegung, Physiotherapie und weiteren schmerztherapeutischen Verfahren umfassen.27 Herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (ASS) sind bei Nervenschmerzen nicht immer wirksam. Das gilt insbesondere für rein neuropathische Schmerzen.28 Herkömmliche Schmerzmittel zielen vor allem auf entzündungs- oder gewebebedingte Schmerzen ab, beeinflussen jedoch die gestörte Reizverarbeitung geschädigter Nerven meist nicht ausreichend.29
Welche Schmerzmittel helfen nicht bei Nervenschmerzen?
Bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen werden häufig Nicht-Opioid-Schmerzmittel wie NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika), Cox-2-Hemmer, Metamizol und Paracetamol eingesetzt. Die aktuelle Evidenzlage zeigt jedoch, dass diese Medikamente nur wenig oder gar nicht gegen neuropathische Schmerzen wirken. Einschlägige Studien zeigten keine signifikante Schmerzreduktion durch NSAR. Angesichts der fehlenden Belege für die Wirksamkeit und der potenziellen Nebenwirkungen sollten NSAR, Cox-2-Hemmer, Paracetamol und Metamizol laut der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie nicht zur Behandlung chronischer neuropathischer Schmerzen verwendet werden. Herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac sind bei rein neuropathischen Schmerzen häufig nicht ausreichend wirksam.30
Welche rezeptfreien Schmerzmittel werden am meisten verkauft?
Nach Absatz, also nach verkauften Packungen, war Ibuprofen im Jahr 2024 das meistverkaufte rezeptfreie Schmerzmittel in deutschen Apotheken. Es wurden rund 48,1 Millionen Packungen abgegeben. Auf den weiteren Plätzen folgten Paracetamol mit 24,3 Millionen Packungen, Kombinationspräparate aus ASS, Paracetamol und Koffein mit 6,1 Millionen Packungen, ASS mit 3,7 Millionen und Diclofenac mit 2,6 Millionen Packungen.31
Quelle: ABDA, „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2025“; Datengrundlage Insight Health.31
Die Nr. 1 bei Nervenschmerzen: Restaxil Tropfen
Restaxil Tropfen sind laut einer Auswertung von Insight Health, zuletzt im MAT 01/2025, das meistverkaufte rezeptfreie Arzneimittel zur oralen Einnahme bei Neuralgien (Nervenschmerzen) in Deutschland. Dies wurde gemessen am Absatz nach Packungen. Damit sind Restaxil Tropfen die Nr. 1 bei Nervenschmerzen in Deutschland.32

Rezeptfreies Arzneimittel
Restaxil® Tropfen
Speziell zur Behandlung von Neuralgien, also Nervenschmerzen: bei Schmerzen im Ischias, Nacken und Rücken, in Beinen und Füßen, Händen und Unterarmen, Gesicht oder bei Fibromyalgie.33
- Wirkkomplex aus 5 Arzneipflanzen
- Lindert ziehende, ausstrahlende oder stechende Schmerzen
- Auch bei Taubheit, Kribbeln oder Brennen
Was sind Restaxil Tropfen?
Restaxil Tropfen sind ein rezeptfreies Arzneimittel speziell zur Behandlung von Neuralgien, also Nervenschmerzen. Anwendung finden sie bei Schmerzen im Ischias, Nacken und Rücken, in Beinen und Füßen, Händen und Unterarmen, Gesicht oder bei Fibromyalgie. Das homöopathische Arzneimittel kann Symptome wie ziehende, ausstrahlende oder stechende Schmerzen und Begleiterscheinungen wie z.B. Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Brennen lindern.33
Welche Wirkstoffe sind in Restaxil Tropfen enthalten?
Restaxil Tropfen enthalten einen Wirkkomplex aus 5 speziellen Arzneipflanzen: Gelsemium sempervirens (Gelber Jasmin), Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze), Iris versicolor (Bunte Schwertlilie), Cyclamen purpurascens (Europäisches Alpenveilchen), Spigelia anthelmia (Wurmspigelie).34
Gelsemium sempervirensGelber JasminDil. D2
Das Arzneimittelbild beschreibt neuralgische, plötzlich einschießende, stechende oder reißende Schmerzen entlang einzelner Nervenbahnen. Genannt werden unter anderem Ischiasbeschwerden, brennende Schmerzen im Bein, Schmerzen im Oberschenkel sowie neuralgische Schmerzen in den Gliedmaßen und Gesichtsneuralgien. Darüber hinaus werden Taubheitsgefühle, Muskelkrämpfe und Zittern beschrieben. Außerdem werden dumpfe, tiefsitzende Schmerzen im Nacken, Rücken sowie in der Lenden- und Kreuzbeinregion genannt, die in Hüften und Beine ausstrahlen können.35
Anwendungsbereich laut Arzneimittelbild
Neuralgische Schmerzen entlang einzelner Nervenbahnen, Gesichtsneuralgien, Augenneuralgien, Ischiasbeschwerden, brennende Schmerzen im Bein, Schmerzen im Oberschenkel, neuralgische Schmerzen in den Gliedmaßen, Taubheitsgefühle, Muskelkrämpfe, Zittern, Schmerzen im Nacken, Schmerzen im Rücken, Schmerzen in der Lenden- und Kreuzbeinregion, in Hüften und Beine ausstrahlende Schmerzen.
Cimicifuga racemosaTraubensilberkerzeDil. D2
Das traditionelle Arzneimittelbild beschreibt Cimicifuga racemosa unter anderem im Zusammenhang mit neuralgischen Schmerzen, die an verschiedenen Körperstellen auftreten können. Genannt werden auch plötzlich auftretende, scharfe oder einschießende Schmerzen sowie Schmerzen, die sich wie elektrische Schläge anfühlen. Beschrieben werden darüber hinaus Schmerzen der Rücken- und Nackenmuskulatur sowie Schmerzen in der Lenden- und Kreuzbeinregion, die in die Hüften und Oberschenkel ausstrahlen können. Auch Ischias sowie Schwere-, Druck-, Zieh- und Schmerzempfindungen in den Gliedmaßen werden genannt.36
Anwendungsbereich laut Arzneimittelbild
Neuralgische Schmerzen, plötzlich auftretende scharfe Schmerzen, einschießende Schmerzen, Schmerzen wie elektrische Schläge, Schmerzen der Rücken- und Nackenmuskulatur, Spannung im Nacken und Rücken, Schmerzen in der Lenden- und Kreuzbeinregion, in Hüften und Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen, Ischias, Schwere-, Druck-, Zieh- und Schmerzempfindungen in den Gliedmaßen.
Iris versicolorBunte SchwertlilieDil. D2
Das traditionelle Arzneimittelbild von Iris versicolor beschreibt Gesichtsneuralgien mit stechenden oder einschießenden Schmerzen. Außerdem werden neuralgische Schmerzen des Ischiasnervs genannt, sowie einschießende Schmerzen im linken Ischiasnerv mit dadurch ausgelöster Bewegungsbeeinträchtigung. Für die unteren Gliedmaßen werden ziehende Schmerzen sowie ein Gefühl beschrieben, als sei das linke Hüftgelenk verrenkt; die Schmerzen können sich bis zur Kniekehle ausbreiten.37
Anwendungsbereich laut Arzneimittelbild
Gesichtsneuralgien, stechende Schmerzen, einschießende Schmerzen, neuralgische Schmerzen des Ischiasnervs, einschießende Schmerzen im linken Ischiasnerv, Bewegungsbeeinträchtigung, ziehende Schmerzen in den unteren Gliedmaßen, verrenktes Gefühl im linken Hüftgelenk, Schmerzen bis zur Kniekehle ausstrahlend.
Cyclamen purpurascensEuropäisches AlpenveilchenDil. D3
Das traditionelle Arzneimittelbild von Cyclamen purpurascens beschreibt Verrenkungsschmerzen an der Fußsohle, insbesondere im Bereich der Ferse.38
Anwendungsbereich laut Arzneimittelbild
Verrenkungsschmerzen an der Fußsohle, Verrenkungsschmerzen im Bereich der Ferse.
Spigelia anthelmiaWurmspigelieDil. D2
Das traditionelle Arzneimittelbild von Spigelia anthelmia beschreibt insbesondere neuralgische Schmerzen im Gesicht mit Reißen, Schießen oder Brennen im Bereich des Auges, der Wangenknochen und der Backenzähne. Die Schmerzen können in die Nase, die Schläfen und den Hals ausstrahlen. Außerdem werden eine ausgeprägte Berührungsempfindlichkeit sowie stechende Schmerzen beschrieben.39
Anwendungsbereich laut Arzneimittelbild
Neuralgische Schmerzen im Gesicht, linksseitige Gesichtsschmerzen, reißende, schießende Schmerzen, brennende Schmerzen im Auge sowie im Bereich der Wangenknochen und Backenzähne, in Nase, Schläfen und Hals ausstrahlende Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit, stechende Schmerzen.
Dil. D2 ist die homöopathische Dezimalverdünnung D2. Dabei wird der Ausgangsstoff in zwei Dezimalschritten verdünnt.35
Wie werden Restaxil Tropfen angewendet?
Restaxil Tropfen werden oral, unverdünnt und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die empfohlene Dosierung für Erwachsene beträgt, soweit nicht anders verordnet:40
Akute Zustände
5 Tropfen
alle ½ bis 1 Stunde, höchstens 6× täglich
Eine über eine Woche hinausgehende Einnahme sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Arzt oder Therapeuten erfolgen.
Chronische Verlaufsformen
5 Tropfen
1- bis 3× täglich
Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.
Wichtige Hinweise und Pflichtangaben: Enthält 20 Vol.-% Alkohol. Apothekenpflichtig. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.41
Häufig gestellte Fragen42
Was sind Restaxil Tropfen?
Restaxil Tropfen sind ein rezeptfreies, apothekenpflichtiges homöopathisches Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). Dazu gehören: Nervenschmerzen in Füßen, Rücken und dem Ischias. Restaxil Tropfen enthalten einen Wirkkomplex aus 5 speziellen Arzneipflanzen, die laut Arzneimittelbild an unterschiedlichen Nervenschmerzen und deren Symptomen ansetzen und diese bekämpfen: Gelsemium sempervirens (Gelber Jasmin), Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze), Iris versicolor (Bunte Schwertlilie), Cyclamen purpurascens (Europäisches Alpenveilchen) und Spigelia anthelmia (Wurmspigelie).
Bei welchen Schmerzen kann ich Restaxil Tropfen anwenden?
Das Anwendungsgebiet von Restaxil Tropfen sind Neuralgien (Nervenschmerzen). Darunter fallen z.B. ziehende, stechende, einschießende, ausstrahlende oder brennende Schmerzen in Nacken, Rücken, in Armen und Händen, Beinen und Füßen sowie im Ischiasbereich. Auch ausstrahlende Gesichtsschmerzen werden im Zusammenhang mit den beschriebenen Nervenschmerzen genannt. Begleitend können Kribbeln und Taubheitsgefühle auftreten.
Kann ich Restaxil Tropfen bei Ischias einnehmen?
Ja. Restaxil Tropfen sind ein natürliches Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). Nervenschmerzen zeigen sich u.a. als ziehende Rückenschmerzen, z.B. im Ischias, die in die Beine ausstrahlen können. Häufig werden Nervenschmerzen von Missempfindungen wie Brennen, Kribbeln, Taubheit begleitet.
Kann ich Restaxil Tropfen bei Rückenschmerzen einnehmen?
Ja. Restaxil Tropfen sind ein natürliches Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). Nervenschmerzen können u.a. als ziehende oder stechende Nacken- oder Rückenschmerzen beschrieben werden.
Kann ich Restaxil Tropfen bei Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühlen einnehmen?
Ja. Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühle können Begleiterscheinungen von Nervenschmerzen sein. Das angegebene Anwendungsgebiet von Restaxil Tropfen sind Neuralgien (Nervenschmerzen).
Kann ich Restaxil Tropfen bei Schmerzen in den Beinen oder Füßen einnehmen?
Ja. Restaxil Tropfen sind ein Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). Nervenschmerzen können unter anderem mit Beschwerden in Beinen und Füßen sowie mit Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen verbunden sein.
Kann ich Restaxil Tropfen bei Schmerzen in den Händen oder Armen einnehmen?
Das angegebene Anwendungsgebiet von Restaxil Tropfen sind Neuralgien (Nervenschmerzen). Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen oder Armen können in Zusammenhang mit Nervenschmerzen stehen. Auch hinter einem Karpaltunnelsyndrom können Nervenschmerzen stecken.
Kann ich Restaxil Tropfen bei Gesichtsschmerzen oder Trigeminusneuralgie einnehmen?
Ja. Restaxil Tropfen sind ein homöopathisches Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). Ausstrahlende Gesichtsschmerzen und Berührungsschmerzen werden u.a. im Zusammenhang mit Nervenschmerzen genannt.
Wie werden Restaxil Tropfen richtig eingenommen?
Restaxil Tropfen werden oral, unverdünnt und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die empfohlene Dosierung für Erwachsene richtet sich danach, ob akute Zustände oder chronische Verlaufsformen vorliegen.
Wie viele Restaxil Tropfen darf ich bei akuten Beschwerden einnehmen?
Bei akuten Zuständen nehmen Erwachsene, soweit nicht anders verordnet, alle halbe bis ganze Stunde je 5 Tropfen ein, höchstens 6-mal täglich. Eine über eine Woche hinausgehende Einnahme sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Arzt oder Therapeuten erfolgen.
Wie oft darf ich Restaxil Tropfen bei chronischen Beschwerden einnehmen?
Bei chronischen Verlaufsformen nehmen Erwachsene, soweit nicht anders verordnet, 1- bis 3-mal täglich je 5 Tropfen ein. Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.
Muss ich Restaxil Tropfen verdünnen?
Nein. Restaxil Tropfen werden unverdünnt eingenommen. Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten.
Enthalten Restaxil Tropfen Alkohol?
Ja. Restaxil Tropfen enthalten 20 Vol.-% Alkohol.
Kann ich Restaxil Tropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen?
Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Können bei Restaxil Tropfen Nebenwirkungen auftreten?
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Restaxil Tropfen sind sicher in der Anwendung, auch bei chronischen Beschwerden.
Darf ich Restaxil Tropfen einnehmen, wenn ich gegen einen der Wirkstoffe allergisch bin?
Nein. Restaxil Tropfen dürfen nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber einem der enthaltenen Wirkstoffe vorliegt. Dazu zählen Gelsemium sempervirens, Spigelia anthelmia, Iris versicolor, Cyclamen purpurascens und Cimicifuga racemosa.
Restaxil® Tropfen – die Nr. 1 bei Nervenschmerzen32
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Quellenübersicht
Alle Angaben in diesem Artikel mit den zugehörigen Quellen.
1 International Association for the Study of Pain (IASP), „Neuropathic pain“, Terminology.
https://www.iasp-pain.org/resources/terminology/
(aufgerufen am 01.09.2026)
2 Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), S2k-Leitlinie „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen“, AWMF 030-114.
https://www.dgn.org/wp-content/uploads/2013/01/030114_LL_Neuropathische_Schmerzen_2019.pdf
(aufgerufen am 02.09.2026)
3 DGN e. V., S2k-Leitlinie „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen“, AWMF 030/114.
4 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Polyneuropathie“; „Bandscheibenvorfall“; „Erkrankungen des Nervensystems“.
5 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Polyneuropathie“; „Diabetische Neuropathie“.
https://gesund.bund.de/polyneuropathie
https://gesund.bund.de/diabetische-neuropathie
(aufgerufen am 02.09.2026)
6 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Lumboischialgie“.
https://gesund.bund.de/glossar/lumboischialgie
(aufgerufen am 02.09.2026)
7 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Erkrankungen des Nervensystems“.
https://gesund.bund.de/themen/kopf-und-nerven
(aufgerufen am 02.09.2026)
8 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Chronische Schmerzen“; „Neuralgische Amyotrophie“; „Diabetische Neuropathie“; „Gürtelrose“; „Bandscheibenvorfall“.
9 IQWiG, Gesundheitsinformation.de, „Polyneuropathie“.
https://www.gesundheitsinformation.de/glossar/polyneuropathie.html
(aufgerufen am 02.09.2026)
10 Apotheken Umschau, „Polyneuropathie: Ursachen, Symptome, Behandlung und Verlauf“.
11 AOK-Gesundheitsmagazin, „Ischias: Wenn der Schmerz auf die Nerven geht“, aktualisiert am 03.12.2025.
12 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Trigeminusneuralgie“.
https://gesund.bund.de/trigeminusneuralgie
(aufgerufen am 02.09.2026)
13 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Fibromyalgie: Ursachen und Behandlung“.
https://gesund.bund.de/fibromyalgie
(aufgerufen am 03.09.2026)
14 DGN, „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen – S2k-Leitlinie“.
https://www.dgn.org/wp-content/uploads/2013/01/030114_LL_Neuropathische_Schmerzen_2019.pdf
(aufgerufen am 17.09.2026)
15 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Polyneuropathie“; „Bandscheibenvorfall“.
https://gesund.bund.de/polyneuropathie
https://gesund.bund.de/bandscheibenvorfall
(aufgerufen am 17.09.2026)
16 DGN, „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen – S2k-Leitlinie“.
https://www.dgn.org/wp-content/uploads/2013/01/030114_LL_Neuropathische_Schmerzen_2019.pdf
(aufgerufen am 17.09.2026)
17 Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), „Expertengruppe Off-Label“.
18 DGN, „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen – S2k-Leitlinie“.
https://www.dgn.org/wp-content/uploads/2013/01/030114_LL_Neuropathische_Schmerzen_2019.pdf
(aufgerufen am 17.09.2026)
19 Fachinfo.de, „Versatis® 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster – Fachinformation“.
https://www.fachinfo.de/fi/pdf/010682/versatis-r-700-mg-wirkstoffhaltiges-pflaster
(aufgerufen am 17.09.2026)
20 Fachinfo.de, „Qutenza® 179 mg kutanes Pflaster – Fachinformation“.
https://www.fachinfo.de/fi/pdf/012366/qutenza-r-179-mg-kutanes-pflaster
(aufgerufen am 17.09.2026)
21 DGN, „Polyneuropathien“.
22 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Chronische Schmerzen“; DGN, „Pharmakologisch nicht interventionelle Therapie chronisch neuropathischer Schmerzen“.
23 DGN, „Polyneuropathien“; „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen – S2k-Leitlinie“.
24 DGN, „Polyneuropathien“.
https://www.dgn.org/artikel/top-ten-polyneuropathien
(aufgerufen am 17.09.2026)
25 Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gesund.bund.de, „Bandscheibenvorfall: Ursachen und Behandlung“.
https://gesund.bund.de/bandscheibenvorfall
(aufgerufen am 17.09.2026)
26 AWMF, „S2k-Leitlinie zur Versorgung bei Bandscheibenvorfällen mit radikulären Symptomen“.
27 DGN, „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen – S2k-Leitlinie“.
https://www.dgn.org/wp-content/uploads/2013/01/030114_LL_Neuropathische_Schmerzen_2019.pdf
(aufgerufen am 17.09.2026)
28 DGN, „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen“; IASP, „What is Neuropathic Pain?“.
29 DGN, „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen“.
30 Schlereth T. et al., „Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen“. DGN (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, 2019.
https://www.dgn.org/wp-content/uploads/2013/01/030114_LL_Neuropathische_Schmerzen_2019.pdf
(aufgerufen am 17.09.2026)
31 ABDA, „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2025“, Kapitel „Schmerzmittel“. Datengrundlage: Insight Health, Abgaben 2024.
https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/ZDF/Jahrbuch-ZDF-2025/ZDF_2025_84_Schmerzmittel.pdf
(aufgerufen am 17.09.2026)
32 Insight Health GmbH, „OTC-Arzneimittel bei Nervenschmerzen zur oralen Einnahme“, Absatz nach Packungen, MAT 01/2025.
33 Aktuelle Gebrauchsinformation von Restaxil Tropfen; offizielle Produktseite des Herstellers.
https://cdn8.apopixx.de/web_pdf/11222324.pdf
https://restaxil.de/products/restaxil-tropfen
(aufgerufen am 02.09.2026)
34 Gebrauchsinformation Restaxil Tropfen, „Die Inhaltsstoffe von Restaxil“ und „Restaxil – Wirkstoff“, S. 1–2; offizielle Produktseite.
https://cdn8.apopixx.de/web_pdf/11222324.pdf
https://restaxil.de/products/restaxil-tropfen
(aufgerufen am 02.09.2026)
35 John Henry Clarke, A Dictionary of Practical Materia Medica, „Gelsemium“.
https://www.materiamedica.info/en/materia-medica/john-henry-clarke/gelsemium
(aufgerufen am 03.09.2026)
36 William Boericke, Materia Medica, „Cimicifuga racemosa“.
https://www.vithoulkas.com/learning-tools/materia-medica-boericke/cimicifuga-racemosa-boericke/
(aufgerufen am 03.09.2026)
37 William Boericke, Materia Medica, „Iris versicolor“.
38 William Boericke, Materia Medica, „Cyclamen europaeum“ (= Cyclamen purpurascens).
39 William Boericke, Materia Medica, „Spigelia anthelmia“.
40 Produktinformation Restaxil Tropfen, „Restaxil – Anwendungshinweis“, Seite 2.
41 Produktinformation Restaxil Tropfen, „Wichtige Hinweise“ bzw. Pflichtangaben, Seite 2.
42 Produktinformation Restaxil Tropfen.
RESTAXIL® TROPFEN Wirkstoffe: Gelsemium sempervirens Dil. D2, Spigelia anthelmia Dil. D2, Iris versicolor Dil. D2, Cyclamen purpurascens Dil. D3, Cimicifuga racemosa Dil. D2. Homöopathisches Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). Enthält 20 Vol.-% Alkohol. Apothekenpflichtig. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Pharmazeutischer Hersteller: Restaxil GmbH, 82166 Gräfelfing.

